Herzlich willkommen bei der Hallertauer Bio Anguszucht
Spezialitäten von Bio Angus Färsen - auf der Weide geschlachtet - und vieles mehr

Rindfleisch - ein mehreren Gründen ein wertvolles Nahrungsmittel, aber .....

Von Natur aus sind Rinder Wiederkäuer und nicht dafür geschaffen, Kraftfutter wie Mais, Getreide oder Soja zu fressen. Ihre natürliche Futtermittelgrundlage ist Gras (auch in Form von Heu). 

Die Massentierhaltung hat hier einen Strukturbruch verursacht. Um die hier notwendigen, täglichen Turbomastergebnisse zu erreichen muss die Fütterungsstrategie extrem zu lasten der artgerechten Fütterung verändert werden. Als Beispiel kann man hier die im Internet veröffentlichten Kalkulationsprogramme der staatlichen Landesanstalt für Landesentwicklung heranziehen. Exemplarisch sei hier folgendes Beispiel für die ökologische Färsenmast genannt:

  • Bei Tageszunahmen von 850 gr. hat eine Färse einen Energiebedarf von 88,4 MJ ME/Tag, dieser entspräche ca. 10,8 kg Heu pro Tag.
  • Will man die Tageszunahmen auf 1200 gr. (Energiebedarf von 103,1 MJ ME/Tag) steigern und die gleiche Menge an Heu verfüttern, dann kann man dies über eine zusätzliche Verfütterung von 4,5 kg Maissilage/Tag erreichen. In freier Natur würde ein Rind dies nicht machen.

Neben der Fütterungsstrategie muss an dieser Stelle auch die Haltungsform angesprochen werden. Es ist natürlich ein erheblicher Qualitätsunterschied, ob ein Rind dauerhaft im Stall eingesperrt ist, oder ob es sich frei auf der Weide bewegen kann. Als Beispiel sei hier nur das wichtige Vitamin D genannt. Dies bildet sich durch Sonneneinstrahlung, also im Freien, nicht im schattigen Stall.


Im Grundsatz kann man hier folgende Bereiche thematisieren:

Fehlende Nahrungsmittelkonkurrenz bei artgerechter Fütterung:

Wie eingangs erwähnt (siehe Startseite) steht der Mensch nicht in Nahrungsmittelkonkurrenz zum Rind. Menschen essen kein Gras und können es auf Basis der Genetik auch nicht verwerten. Umgedreht können Rinder ihre eigentliche Hauptfuttergrundlage Gras (auch in Form von Heu bzw. Silage) in hochwerte Nahrungsmittel umwandeln. Andere Nutztierarten wie Schweine oder Geflügel werden dagegen mit Futtermittel (z. B. Mais, Getreide) gemästet, die für den Menschen besser nutzbar sind. 

Als Vergleich sei hier die Schweinemast genannt. Für 1 kg Schweinefleisch benötigt man ca. 3 kg Getreide, die den Menschen mehr sättigen als das vergleichbare Schweinefleisch. Umgedreht benötigt ein Rind für 1 kg Fleisch ungefähr 20 kg Heu und es ist schwer vorstellbar, dass ein Mensch 11 kg Heu am Tag isst, einen leckeren Rinderbraten aber schon.


Biologische Wertigkeit

Die biologische Wertigkeit der Proteine eines Lebensmittels ist ein Maß dafür, mit welcher Effizienz diese Nahrungsproteine in körpereigene Proteine umgesetzt werden können und damit eine der Möglichkeiten, die Wertigkeit von Proteinen festzulegen. Rindfleisch gehört im direkten Vergleich zu anderen Fleischsorten auf dieser Basis zu den wertvollsten Lebensmitteln. Dies zeigen verschiedene Studien, auf die wir gerne verweisen:


Gesundheitsfleisch - aber nur unter möglichst natürlichen Haltungsbedingungen

Neben der biologischen Wertigkeit ist für die Gesundheit des Menschen in Bezug auf die Ernährung noch ein Reihe anderer Faktoren entscheidend, z. B.:

  • Fette
  • Kohlenhydrate
  • Vitamine
  • Mineralstoffe
  • Ballaststoffe
  • sekundäre Pflanzenstoffe

sowie die Vermeidung unerwünschter Nebenerscheinungen (z. B. Cholesterin, Pestizide). Somit muss ein Lebensmittel immer ganzheitlich betrachtet werden.

Als Einzelbeispiel seien hier nur die Fette genannt und hier vor allem die so wichtigen ungesättigten Fettsäuren und die Relation zu den gesättigten Fettsäuren. Eine nicht artgerechte Fütterung verändert folgerichtig auch obige Faktoren, zum Beispiel eine verschlechterte Relation zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren.


Im Gesamtbild lassen sich keine Pauschalaussagen ableiten. Deshalb haben wir uns hohe Qualitätsanforderung gestellt. Denn letztendlich ist schmackhaftes und gesundes Rindfleisch ein Zusammenspiel einzelner Faktoren, die wir in unseren Qualitätanforderungen definiert haben.  Der Erfolg unserer Rinderhaltung hängt nicht von der Menge des produzierten Rindfleisches ab sondern von der Qualität. Nähere Angaben zu unseren Qualitätsanforderungen finden Sie hier.

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